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Kurzschluss: Neuwahlen sind die einzige Option

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(c) BKA, Arno Melicharek

Der „Kurzschluss“ ist tatsächlich eingetreten. Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz verkündete seinen Rücktritt von allen politischen Ämtern. Ein Kommentar von VIP12.at-Herausgeber Kilian Schrögenauer.

Als wahrscheinlich gilt, dass Innenminister Karl Nehammer die Agenden des ÖVP-Obmanns sowie des Bundeskanzlers übernehmen wird. Ob diese Entscheidung klug ist darf mehr als bezweifelt werden. Schon allein deswegen weil Alexander Schallenberg im Oktober als neuer Bundeskanzler präsentiert wurde. Eine zweite Kanzler-Rochade – ohne Neuwahl – wäre jedenfalls nicht akzeptabel. 

Des Weiteren darf bezweifelt werden ob Karl Nehammer mit seiner Art des „Scharfmachers“ als ÖVP-Obmann geeignet ist. Seine Vorgänger Reinhold Mitterlehner und Sebastian Kurz zeigten sich in der Rolle als Parteivorsitzenden zwar durchaus angriffig, setzten aber größtenteils auf ein verbindliches und ruhiges Auftreten. Unterm Strich muss es im Frühjahr 2022 eine Neuwahl geben. Nach all den Querelen der Chat-Skandale, dem Kurz-Rücktritt, Schallenberg-Wechsel ins Kanzleramt und dem Dritten-Kanzler in der derzeitigen Türkis-Grünen-Amtszeit wird und darf kein Stein auf dem anderen bleiben. 

Die ÖVP würde im Falle der Neuwahl stark verlieren und läuft sogar in Gefahr unter die 20 Prozentmarke zu Fallen. Die SPÖ hat die Chance Platz eins zu erobern, die Freiheitlichen dürften sich mit der Volkspartei ein Duell um Platz zwei liefern und Grüne und NEOS würden wohl ebenso von der ÖVP-Krise profitieren.

Kilian Schrögenauer

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