Laut Drobits hat jeder fünfte Haushalt finanzielle Einbußen

2 mins read
© Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen

Türkis und Grün haben laut SPÖ-Drobits für Menschen in Notlagen nichts übrig.

Wien (OTS/SK) – „2008 wurden die Banken mit sehr viel Steuergeld gerettet, aber für Menschen, die durch die Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, haben Türkis und Grün nichts übrig. Der Schuldnerschutzschirm muss aufgespannt und nicht vertagt werden“, ärgert sich SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Christian Drobits über das neuerliche Vertagen des SPÖ-Schuldnerschutzschirmes durch die Regierungsfraktionen auf den Sankt Nimmerleinstag. „Durch Corona und damit verbundene Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit sind viele Haushalte in eine Schuldenspirale geraten, die zum Teil existenzbedrohend ist. Unser Schutzschirm soll verhindern, dass den Betroffenen die Schulden über den Kopf wachsen. Die Situation hat sich auch noch verschärft, weil die Schonfrist bei Kreditrückzahlungen vorbei ist. Seit Monaten fordern wir Maßnahmen wie eine Reform des Kreditmarktes oder eine Begrenzung der Bankgebühren, aber der Regierung sind die in Not geratenen Familien völlig egal. Es gehört aber jetzt gehandelt!“, sieht sich Drobits auch durch eine heute veröffentlichte Umfrage der Preisvergleichsplattform durchblicker.at bestätigt, wonach jeder fünfte Haushalt durch Corona finanzielle Einbußen hat. ****

Drobits fordert ein Schuldnerschutzschirm-Paket, das unter anderem folgende Punkte umfasst: Ein Zinsen- und Spesenstopp bei gestundeten Krediten, keine abrupten Kreditkündigungen – auch bei der Kontoüberziehung, Corona-Sonderzinssatz für Kontoüberziehungen und keine Negativeinträge in Wirtschaftsdatenbanken. Weiters sollen auch Verzugszinsen und Betreibungskosten sowie Inkassokosten begrenzt werden, „denn unbezahlte Schulden verdreifachen sich binnen acht Jahren. Wenn jemand 20.000 Euro Schulden hat, sind das dann in wenigen Jahren 60.000 Euro“, so Drobits.

„An mich wenden sich Menschen, die verzweifelt sind“, schildert Drobits den Fall einer alleinstehenden Mindestpensionistin, die eine kaputte Waschmaschine nicht ersetzen konnte. „Diese Frau hat 40 Jahre hart gearbeitet und kann sich jetzt keine neue Waschmaschine kaufen. Sie hat die Wahl eines teuren Konsumkredites oder einer Kontoüberziehung, wo Zinsen im Schnitt von 11 Prozent anfallen. Wie unsozial kann man sein, dass einem so etwas egal ist“, fragt der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher abschließend Richtung Regierungsfraktionen.

Textquelle: SPÖ Parlamentsklub, APA OTS

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Nächste Story

Terroranschlag: Kriminalpolizeiliche Zwischenbilanz

Letzte Story

Schwarz-Blau in OÖ wird fortgesetzt

Latest from Blog